But words escape me...
Kurzgeschichte. Titellos.

Ich hoffe man verzeiht mir, dass es TH ist. Nichts entspricht der Warheit. Alles frei erfunden also meins.

Warning: gewalt/psycho.


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› You had to have it all
Well have you had enough?
You greedy little bastard
You will get what you deserve
When all is said and done
I will be the one
To leave you in your misery
And hate what you’ve become
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _




Stille.

Schlanke, fast zarte Hände griffen nach dem Kajal und umrandeten die braunen Augen.
Mascara wurde aufgetragen. Die Haare frisiert. Die braunen Augen sahen prüfend in den Spiegel. Die zarten Hände griffen nach einem Messer. Auch dieses wurde prüfend angesehen.

Bill stand auf und griff nach seinem Mantel und verließ die Hütte. Mit schnellen Schritten lief er den Waldweg entlang. Unterwegs durchforstete er die weiten Jackentaschen nach einer Zigarette, steckte sie an und atmete den Rauch langsam wieder aus.

Vor drei Jahren hatte er mit dem rauchen angefangen. Vor drei Jahren hatte er sich für diesen Weg entschieden. Vor drei Jahren hatte er begonnen zu suchen. Heute war er am Ziel.

An einem Parkplatz angekommen stieg er in einen kleinen VW. Ein seltsamer Kontrast zu ihm selbst. Angespannt parkte er aus und fuhr mit Vollgas auf die Straße. Nebenbei zündete er sich noch eine Kippe an.
Er sollte wirklich aufhören zu rauchen.

Die fein manikürten Nägel trommelten auf das Lenkrad, als er in die Stadt fuhr. Noch immer hielt er das Gaspedal durchgedrückt. Nicht, dass er es eilig hatte. Aber die Geschwindigkeit war für ihn wie ein Rausch.
Zum Glück war er noch früh, und damit unwahrscheinlich, dass ihn die Polizei bemerken würde.
Mittlerweile hatte er die kleine Stadt verlassen und befand sich wieder in einem Wald. Auf einem Parkplatz parkte er und wechselte er den Wagen. Ein schwarzer Porsche. Schon besser. Bevor er einstieg schrieb er noch einen Zettel und legte ihn ins Auto.
Wie nett er doch war, so einen Hinweis zu hinterlassen.

Er war nicht nett. Er wollte nur keinen unnötigen Ärger. Mit einem süffisanten Grinsen stieg er ein, drehte, und fuhr weiter. In aller Ruhe.
Bei dem Verkehr würde er mit Tempo 200 eh nicht schneller am Ziel sein. Er erreichte erneut die Stadt. An einer Ampel zündete er sich wieder eine Kippe an. Von den Menschen genervt, drehte er die Lautstärke siener Musik auf. Der Bass hämmerte.
Bill sang mit, hier tief in seinen Gedanken, fuhr nebenbei Auto und verließ die Stadt, diesmal nicht in den Wald. Wiesen und Felder umgaben das Auto. Mit steigendem Tempo fuhr er weiter. Bis er sein Ziel erreicht hatte.

Er stand vor einem großen Haus. Hübsch. Er parkte sei Auto zwischen ca. 20 anderen schwarzen Wagen.
Langsam ging er an ihnen vorbei. Jeden einzelnen betrachtete er genau.
Er hob einen Stein auf, lief an, senkte den Arm und rannte los. Ein Quietschen war zu hören. Dann wieder Stille.
Zufrieden betrachtete Bill sein Werk. Er musste auflachen als er an die dummen Gesichter der Besitzer dachte.

Aber was waren schon Autos? Wo es doch viel wichtigere Dinge gab. Der Kies knirschte unter seinen Füßen.

Bill schritt auf das Haus zu. Freundlich winkte er in die Überwachungskamera. Problemlos machte er das Türschloss auf. Er war ein guter Dieb. Ob er auch ein guter Einbrecher war, würde sich gleich zeigen.
Entspannt ging er den langen Flur entlang. Mischte sich unter die Menschen im Haus. Er wurde nicht beachtet. Fiel nicht auf.

Irgendwann stand ein wütender junger Mann in der Tür. Er schien der jüngste von allen Anwesenden zu sein. „Wer parkt auf meinem Parkplatz?“ fragte er ruhig.
Oh. Das tat Bill nicht leid. Die durch den Dreadhead abgelenkten Männer bemerkten nicht wie Bill die Tür schloss. Abschloss.
Er war den ganzen Vormittag nicht bemerkt worden. Wieso auch jetzt?
Doch das würde sich ändern.
Er stellte sich hinter einen Mann und stach zu.
Das Aufheulen erstickte er gekonnt.
Er stach nochmals zu. Der Mann ging zu Boden.
Tot.
Bill drehte sich um, schritt in die Mitte, holte aus und stach erneut zu. Blut spritzte.
Stimme im Raum.
Alle Augen auf ihm, er spürte ihre Blicke.
Er fuhr herum. Ein Schuss.
Langsam erwachten die Männer aus ihrer Starre.
Zu spät. Bill schoss um sich.
Er warf en Dreadhead zu Boden, der versuchte zu fliehen.
Ein Tisch viel um. Gläser zerbrachen. Mehr Blut floss. Männer gingen zu Boden, spuckten Blut und hielten sich die blutenden Körperteile.
Er schlitzte einem den Bauch auf. Er hielt seine Gedärme in den Händen als er starb.

Achtzehn, Neunzehn Zwanzig. Er zählte mit. Noch einer war übrig. Große Augen sahen ihn an. Es waren die gleichen Augen, die vir einigen Stunden prüfend in den Spiegel geschaut hatten.
„Hallo Tom.“ Sagte Bill.
Eine halbe Minute später waren Toms Hände gefesselt und Bill schliff ihn aus dem Zimmer. Widerstand ließ er gar nicht erst zu.

Er stopfte Tom auf den Beifahrersitz. „Kein Wort!“ ermahnte er ihn. Tom gehorchte. ZU geschockt war er noch von dem eben gesehenen. Bill fuhr los, Stellte die Musik an, summte mit und rauchte schon wieder.
Am Parkplatz angekommen, stieg er aus, schloss ab und ging auf seinen weißen Golf zu. Ein Anhänger war in seiner Abwesenheit angekoppelt worden. „Blumen-Klaus“ las er. Gut, dass er den Golf hatte. An seinem Porsche hätte das etwas seltsam ausgesehen.
Auch der Zettel unter der Windschutzscheibe war weg. Noch ein Grund, wieso er den Golf hier stehen lassen hatte. Der Porsche wäre jetzt weg gewesen.
In aller Ruhe ging er zum Porsche zurück um Tom zu holen, der mittlerweile durchs halbe Auto geklettert war. Bill öffnete die Tür „Komm raus!“ fauchte er. „Nein!“ fauchte Tom mutig zurück. „Doch“ und damit zog er Tom grob heraus, schliff ihn zum Golf und schmiss ihn hinein.

„Jetzt Bill! Lass mich gehen!“ herrschte Tom.
„Nein“ und damit bekam Tom einen Schlag auf den Hinterkopf.
Stille.

Bill fuhr zurück. Er parkte den Wagen irgendwo im Wald und bereitete alles vor.
Benzin wurde verschüttet, Laub zur Seite geschoben.
Dann holte er Tom, fesselte ihn ganz und weckte ihn auf. Panisch sah er sich um.
„Was willst du von mir?“ presste Tom heraus.
„Denk mal nach, du weißt es“

Tom schwieg. Er wollte es eigentlich nicht wissen, wieso Bill 20 Menschen abgeschlachtet und ihn hierher gebracht hatte.

„OH Tom!“ Bill schüttelte den Kopf.
„Vor 4 Jahren hat mich ein gewisser Tom zu einer Party überredet.
Vor 4 Jahren hast du mich zurückgelassen.
Vor 4 Jahren hast du dich auf und davon gemacht.“

Und der Groschen viel.

„Nein Bill, ich“ begann Tom.
„Doch Tom! Du hast mich verkauft. An einen schmierigen Typen. Zu einer Nutte hast du mich gemacht!“
Bill sprach ruhig.
„In ein Drecksloch hast du mich gelassen. Meine Seele hast du gefickt so wie hunderte Typen meinen Arsch.“
„Es tut mir leid.“
„Nein, tut er nicht. Am Arsch tut es dir leid! Ein schönes Leben hast du dir, von dem Geld was du von mir bekommen hast, gemacht! Du hast sogar noch Leute zu mir geschickt!“ Bill redete sich in Rage.
„Aber Bill ich“ setzte der ältere an.
„Jetzt halt verdammt noch mal das Maul!“
Bill schoss.
Tom stöhnte auf.
„Am liebsten würe ich dir in den Arsch schießen und dich dann ausbluten lassen!“
Tom riss die Augen auf.
Bill grinste. Er schulterte Tom und lief in den Wald.

Leise summte er eine Melodie. Er setzte Tom ab. „wehe du läufst weg!“ Tom gehorchte wider. Grob dirigierte Bill ihn durch den Wald. Sie kamen durch Toms Verletzung nur langsam voran. Aber sie hatten es weder eilig noch weit.

Sie erreichten eine Lichtung. Das Laub war weggekehrt, Bäume waren teilweise gefällt. Sie gingen an einem großen Holzstapel vorbei
„Scheiterhaufen?“ entfuhr es Tom.
„Nein, Feuerholz“ sagte Bill schlicht.
Tom wurde in die Mitte der Lichtung gezerrt.

Es sah aus wie auf einer alten, religiösen Stelle. In einem ca. 5Meter breitem Ring waren alle bäume gefällt und kein Blatt lag mehr auf dem Boden. In der Mitte des Rings standen noch Bäume. Allerdings mit eine 1 bis 2 Metern Abstand zu einander. Ganz in der Mitte befand sich ein Pfahl. Tom wurde an ihm festgekettet.
Bill verließ den Platz.

Er lief zurück zum Auto, holte Kanister aus dem Anhänger und schleppte sie zurück. Dann verschüttete er in aller Ruhe den Inhalt in einem zweiten Ring.
Toms Vorahnung bestätigte sich. Bill wollte ihn anzünden.

„Na Tom? Wie fühlst du dich so schutzlos ausgeliefert?“ sprach Bill.
„Warum?“ stotterte der ältere.
„Ich hab es dir doch erklärt. 4 Jahre bin ich gequält worden. 4 Jahre habe ich gelitten. 4 verdammte Jahre an denen du schuld bist!
Warum Tom? Warum? Ich war doch dein Bruder!“
Bill schloss die Augen. Eine Träne hatte sich aus ihnen gelöst.

„Aber ich bin nicht mehr schwach. Was mich nicht umbringt macht mich hart, Tom.
Jetzt wirst du leiden. Ich habe dir das nie verziehen. 3 Jahre habe ich dich gesucht. 3 Jahre habe ich den Plan gemacht. 4 Jahre die Hölle gelebt.
Jetzt bist du dran, Tom!
Willkommen in der Hölle!“
Bill hatte ruhig gesprochen. Seine Augen glänzten. Aber mit einer Kälte in den Augen die man kaum vorstellen kann holte er aus und warf sein Messer nach Tom.
Er traf. Tom stöhnte.
Tränen der Schmerzen stiegen ihm in die Augen.

Bill ging auf ihn zu, knebelte ihn, verlies den Kreis und stellte sich in den laubfreien Ring.
„Du hast mich enttäuscht Tom. Du hast mich zerstört. Du bist kein Mensch.“
Mit diesen Worten zündete er den Benzinring an. Die Flammen fraßen sich durch das Benzin angetrieben ein stück in Toms Richtung. Bill hatte ganze Arbeit geleistet.
Die Flammen würden weiter auf Tom zurollen, ihn langsam verbrennen.
„und vergiss nicht, wir sehen uns wieder, irgendwann! Alles wird gut!“ brüllte er und kehrte um.

Langsam lief er zurück zum Wagen. Er koppelte den Anhänger und schloss das Auto ab. Er ging weiter. Eine Rauchsäule war zu sehen.
Schreie.
Entsetzliche Schreie. Plötzlich verstummten sie.
Seine Schritte knackten im Geäst.
Er lächelte.
Ein Schuss.

Stille.
 

27.2.09 23:10
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


puepp.chen / Website (27.2.09 23:23)
Hey.. ich hab die Kurzgeschichte gelesne und muss sagen wow. gänsehaut. besonders am ende ist es echt hart. diese anspannung und dieses "böse" was da ist. hammer.. bis danni x3

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